Onpage Optimierung

Mülltonnen
Eine saubere Seitenstruktur hilft sowohl dem Leser, als auch den Suchmaschinen

Suchmaschinenoptimierung gliedert sich grob in Onpage- und Offpagoptimierung. Zur Onpageoptimierung gehören alle Maßnahmen, die direkt auf der eigenen Webpräsenz umgesetzt werden. Ein wesentlicher Teil ist der Inhalt. Auch strukturelle und technische Aspekte sind wichtig.

Einen großen Teil der Onpageoptimierung wird schon bei der strategischen Planung der Webseite bewältigt. Man sollte beim Aufsetzten einer neuen Internetpräsenz direkt SEO relevante Kriterien berücksichtigen.



Keywordrecherche

Mit dem Google AdWords Keyword Tool kann man erforschen, welche Keywords besonders nachgefragt sind. Es wird kaum Sinn machen, seine eigene Internetpräsenz auf hart umworbene Keywords auszurichten. Man sollte eine Nische finden, die eroberbar ist, z. B. Statt „Auto“ lieber „Auto mieten Berlin“. Wichtig ist, dass die Seitenbesucher, auf der Seite fündig werden. Wer eine Seite für private Leihwagen in Berlin betreibt ist besser beraten, seine Seite auf „Mietwagen Berlin privat“ oder „Leihwagen Berlin günstig“ zu optimieren als auf „Mietwagen Berlin“. Menschen, die „Mietwagen Berlin“ suchen, sind vielleicht eher auf der Suche nach einem konventionellen Service und würden die Seite der Privatvermieter schnell wieder verlassen. Wer jedoch nicht weiß, dass es neben dem üblichen Leihwagenservice auch private Möglichkeiten gibt, wird vielleicht eher nicht das Wort „privat“ in der Suche nutzen, ist aber u. U. dennoch ein dankbarer Kunde.
Google sieht es als gutes Zeichen, wenn die Seitenbesucher lange auf der Seite verweilen. Auch, wenn der Suchende im Anschluss nicht noch ein mal etwas ähnliches sucht, ist positiv, da Google denkt, dass der Seitenbesucher fündig geworden ist. Neben dem Hauptkeyword bzw. Keyword-Set empfiehlt es sich, die Unterseiten auf weitere Keywords zu optimieren. Der Leihwagenhändler würde in diesem Beispielfall z. B. „Leihwagen Kombi“ etc. hinzu nehmen.

Domain-Name

Der Domainname kann erhebliche Rankingrelevanz haben. Wichtig ist, dass der Name einprägsam ist und nicht zu lang. Der Trend, das Hauptkeyword in den Domainnamen aufzunehmen, war bisher oft von Erfolg gekrönt. Je seriöser die Seite, desto weniger wird diese Praxis angestrebt. Domains mit „Money-Keywords“ sind i.d.R. mit den gängigen Endungen (.de; .com,…) belegt. Eine Möglichkeit ist, den Markennamen mit dem Hauptkeyword zu kombinieren („Primus-private-mietautos.de“). Die Adresse sollte möglichst klar sein.

falsche Adresse?
Die Domainadresse sollte keine Verwirrung stiften, sie ist für Google & Co. ein starker Indikator, worum es auf der Webpräsenz geht.

Die neuen Domainendungen wie .berlin .shop etc. werden viel beworben. SEO´s waren bisher sehr zurückhaltend in der Verwendung dieser Endungen. Die ersten Domains mit diesen Endungen ranken jedoch bereits und es schadet sicher nicht, sich seinen Namen neben .de und .com auch mit entsprechender neuen Endung zu sichern („primus-leihwagen.berlin“).

Generell gilt, je weiter am Anfang das Hauptkeyword steht, desto relevanter ist es für Google. Das gilt nicht nur für den Domainnamen, sondern besonders auch für die Überschriften und Zwischenüberschriften im Content-Bereich (H1, H2, …).

Keyworddichte

Online Marketing Keywords
Keywordstuffing war gestern. Heute helfen nur noch Katzenbilder.

Für den Text gilt leider, je länger, desto besser. Selbstverständlich sollte es „Unique Content“ sein, also in jedem Fall auf copy-paste verzichten. Auch Keywordstuffing sollte dringend vermieden werden. Wer liest schon gerne einen Text, der offensichtlich für eine Maschine geschrieben ist. WDF*IDF (Within-Document-Frequency*Inverse-Document-Frequency) ist eine relativ neue gängige „Zauberformel“, die zum Einen die Keyworddichte (früher: „sollte ca. 3% sein“), zum Anderen die generelle Häufigkeit des Terms (Keyword/-Kombination) auf ähnlichen Seiten berücksichtigt. WDF*IDF beschreibt die Relevanz eines Terms innerhalb einer Seite mit Bezug auf eine gewisse Anzahl von Seiten.


Meta-Daten

Meta-Tags sind eine beliebte alte SEO-Maßnahme. Die Meta-Daten sind der Text, der „unsichtbar“ in HTML Form in die Seite integriert wird. Der Title-Tag ist der Titel, der der in den SERPs („Search Engine Result Pages“) meist als Headline angezeigt wird. Die Anzeige der Website in den Google Suchergebnissen nennt man Snippet. Es empfiehlt sich, die Hauptkeywordkombination an den Anfang zu setzen.

„Private Mietwagen in Berlin – in 5 Minuten zum Bestpreis buchen“

Die Meta-Description interessiert Google angeblich nicht, sie sollte den Suchenden aber neugierig machen, es ist der unter der Überschrift stehende Text. Keywords werden fett dargestellt. Hier ein Beispiel für die Description des Snippets:

„Bei der Miete von Privatautos ist der günstige Preis oft ausschlaggebend. Aber auch die schnelle und flexible Abwicklung und die Sicherheit sind ein Grund bei Primus Leihwagen… „

Das Alt-Attribut wird für Bild oder Video-Beschreibungen verwendet, wenn diese nicht angezeigt werden können oder z. B. eine blinde Person einen Screenreader nutzt. Hat man z. B. ein Bild von einem grünen Hut, so würde man als Alternativtext „grüner Hut“ eingeben. Wichtig ist, dass die Bilddatei ebenso „gruener-hut“ als Beschreibung hat (Umlaute). Es empfiehlt sich, für jede Unterseite mindestens ein Bild einzubauen. Man sollte jedoch nicht zu platt mit der Bildbeschreibung umgehen.

Um den Google Bot zum Crawlen auf die Website zu schicken muss er entweder in den Webmaster Tools landen, oder es muss ein externer Link einer registrierten Seite auf die eigene Domain zeigen. Um die Unterseiten der eigenen Seite auch erfassen zu lassen, sind interne Links sinnvoll. Bei umfangreicheren Seiten empfiehlt sich eine Sitemap.

Der Canonical Tag kann verwendet werden, wenn auf der Website Inhalte doppelt dargestellt werden. Dies ist besonders in größeren Onlineshops o.ä. der Fall. Normaler Weise straft Google doppelt vorhandenen Inhalt ab, durch den Canonical Tag wird das verhindert.